Definition Kurzzeitpädagogik

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oder: unser Ausgangspunkt.

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Kinderansturm im Büro

Kurzzeitpädagogik bezeichnet pädagogisches Handeln in zeitlich begrenzten, ergebnisoffenen und /oder informellen Settings, bei dem stets die am Lernprozess Beteiligten und insbesondere ihre positiven Potenziale im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Mit ihrer Kurzzeitigkeit unterscheidet sie sich von Rahmenbedingungen, Zielen und Auftrag her diametral von der aus dem Schulsystem vertrauten, “klassischen Langzeitpädagogik” - die vom ersten Schultag an bis zum Schulabschluss (oder -abbruch) nach zehn bis dreizehn Schuljahren über klar gegliederte Lehrpläne, Curriculae und Lernzielplanungen ein ganzes Lebensalter komplett dominiert, nämlich: die Schulzeit!

Kurzzeitpädagogik beginnt im “Hier und Jetzt”:

Sie versucht zunächst einmal, die in jedem Menschen in bestimmten Maße vorhandenen “positiven Potenziale” bewusst wahrzunehmen und zu sehen. Häufig müssen dazu eventuell “verschüttete”, dem Einzelnen selbst nicht bewusste Möglichkeiten erst einmal “freigelegt” werden. In einem nächsten Schritt kann gemeinsam mit den Akteuren versucht werden, diese positiven Potenziale anhand aktueller, unter den Nägeln brennender Themen oder reizvoller, “anmachender” Projekte selbstbestimmt in positive Realität(en) umzusetzen…

Kurzzeitpädagogik meint nicht:

Sponti-Aktivismus, Planlosigkeit oder mit dem heißen Draht gestrickte Schnellschusslösungen. Genauso wenig hat sie etwas mit “Beschäftigungstherapie” oder “Ruhigstellung” unbequemer Klienten am Hut.

Ganz im Gegenteil will richtig verstandene Kurzzeitpädagogik:

Aufrütteln, aktivieren, eigene Wunschproduktion und innere Kräfte anregen und zu Engagement und Selbstbestimmung motivieren. Kleine und große “Erfolge” auf diesem gemeinsamen Weg sind die stärkste Triebkraft für die weitere Arbeit – sowohl der Hauptamtlichen als auch für die Selbststärkung der beteiligten Kinder, Jugendlichen und Ehrenamtlichen.

Streetdance-Contest

Beispiele: 

Kurzzeitpädagogische Arbeitsansätze und Methoden finden sich deshalb typischerweise in folgenden Bereichen:

• Offene Kinder- und Jugendarbeit
• Ferienfreizeiten, Erholungs- und Bildungsmaßnahmen
• Eventmanagement und Incentives
• Mitmach- und Improvisationstheater
• Kinder- und Jugendtheater
• Animation und Motivation
• Veranstaltungen und Events mit Beteiligungscharakter
• Seminare, Workshops und Fortbildungskurse
• Abenteuersport und Erlebnispädagogik
• Werbung, Verkaufs- und Infostände

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© Georg Stenkamp, 02.06.2008

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