MZ, 25.08.2010: Gruselige Gestalten warten auf Ferienkinder

Marbach
Die Jungen und Mädchen, die eine wirklich furchtbare, trostlose und spaßfreie Zeit erleben wollen, müssen sich dringend bei der vierten Auflage der verfluchten Ferien anmelden. Am kommenden Montag geht es los, dann werden zwei Wochen lang arme und unschuldige Kinder nach Transsylvanien entführt. Dort werden sie von grausamen und gruseligen Gestalten erwartet… Von Sandra Brock
Das Betreuer-Team hat sich wieder einiges ausgedacht für die verfluchten Ferien rund ums planet-x. Dass die vierte Auflage des Programms naht, sieht man bereits im Garten des Jugendhauses. Kleine Erdhaufen türmen sich wie Maulwurfshügel im Gras auf. Schaut man genau hin, sieht man tiefe Löcher in ihrer Mitte. Dicke Holzpfähle werden hineingeschlagen – hier wird in der kommenden Woche die berühmt-berüchtigte Hüttenstadt entstehen.
Ein Stück weiter, seitlich am Jugendhaus erwartet die Kinder eine archäologische Ausgrabungsstätte. Wer weiß, was hier alles gefunden wird, wenn die Jungen und Mädchen nur tief genug graben? Rostige Münzen werden wohl dabei sein, sagt der Jugendhausleiter Georg Stenkamp. Oder gar Knochen? “Komische Nachrichten könnten auch auftauchen”, ist er sich fast sicher. Auf jeden Fall sei ihm zu Ohren gekommen, dass die Kreaturen der Nacht dort auch mal etwas verstecken könnten.
Apropos Nacht: Eine Neuerung gibt es im Programm der verfluchten Ferien. Die Kinder können auch über Nacht bleiben, allerdings jeder nur einmal und maximal 20 Jungen und Mädchen gleichzeitig. Und dass es nachts in Transsylvanien erst recht und ganz besonders gruselig wird, kann sich ja jeder selbst ausmalen.
Ganz besonders gemein ist dagegen eine vom städtischen Bauhof ausgehobene Strafgrube gleich neben der Ausgrabungsstätte. Hier wird bis zur kommenden Woche ein Schlammbad entstehen. Hineingeworfen werden dort aber nur Betreuer – und zwar diejenigen, die eine Challenge (englisch für Herausforderung) verloren haben. Georg Stenkamp hofft, “dass dieser Kelch an mir vorübergeht”. Außerdem kann er sich auch vorstellen, dass “besonders mutige Kinder”, das Schlammbad testen wollen.
Gerade die Challenges kommen bei den Kindern besonders gut an, hat das Betreuerteam in den vergangenen Jahren beobachtet. Deshalb soll es heuer mehr davon geben: Die Betreuer werden gegeneinander antreten, die Kinder ebenfalls und die Kinder gegen die Betreuer. Bei letzterer Herausforderung geht es übrigens darum, dass jede Nacht ein anderer Betreuer von einem Vampir gebissen wird – die Kinder müssen herausfinden, wer das Opfer ist.
Überhaupt wird sich so einiges in den beiden verfluchten Ferienwochen um Vampire und die Gestalten der Dunkelheit drehen. In der Nähstube kann man sich Umhänge schneidern, die schön umherwehen, wie es sich für Geister gehört. In der Werkstatt steht ein Emaillierofen, in dem Hilfreiches wie Kreuze oder Amulette hergestellt werden können. Des Weiteren können sich die Jungen und Mädchen Lederbeutel basteln, in dem sie zum Beispiel einen Knoblauch zum Schutz vor den Vampiren aufbewahren können. Auch eine Märchenstube, eine Experimentierwerkstatt und mehr werden angeboten.
25.08.2010 – aktualisiert: 25.08.2010 15:00 Uhr



